MEINE VISION FÜR BRAUNSCHWEIG
Meine Hauptziele
Als Mitglied des Jugendparlaments werde ich mich für folgende Schwerpunkte einsetzen, um Braunschweig noch lebenswerter für junge Menschen zu gestalten.
Mir gefällt vieles am deutschen Bildungssystem. Trotzdem bin ich, als ich vor zwei Jahren an meine jetzige Schule gekommen bin, auf einige Schwierigkeiten gestoßen. Am Anfang dachte ich, dass diese Probleme nur mich betreffen. Später habe ich jedoch festgestellt, dass auch meine Mitschüler, die ihr ganzes Leben in Deutschland leben und hier zur Schule gehen, mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind.
Bewertungstransparenz
Transparente Bewertungskriterien in allen Fächern im freien Zugang
Ich habe festgestellt, dass die Bewertung nicht immer objektiv und nachvollziehbar ist. Besonders betrifft das die mündlichen Leistungen. Häufig entspricht die Note, die am Ende im Zeugnis steht, nicht dem, was man selbst erwartet hat oder was man für gerecht hält.
Dabei sind Noten von großer Bedeutung. Von ihnen kann unsere Zukunft abhängen – ob wir einen bestimmten Praktikumsplatz bekommen, eine bestimmte Ausbildung beginnen können oder an einer bestimmten Universität angenommen werden.
Ich würde mir wünschen, dass in den Schulregeln in Braunschweig klar und verbindlich festgelegt wird, nach welchen Kriterien in allen Schulfächern bewertet wird. Diese Kriterien sollten in Form eines zugänglichen und transparenten Dokuments veröffentlicht werden. So könnte jeder Schüler einen klaren Plan erstellen, wie er seine Endnote verbessern kann. Die Bewertung sollte nicht vom subjektiven Eindruck oder von der Stimmung der Lehrkraft abhängen.
Außerdem halte ich es für sinnvoll, dass an jeder Schule eine digitale Plattform, ähnlich wie zum Beispiel IServ, geführt wird, in der alle aktuellen Noten eingetragen werden – insbesondere auch die mündlichen Noten. Alternativ sollte es zumindest ein anderes transparentes System geben, in dem mündliche Leistungen regelmäßig dokumentiert und für Schüler einsehbar gemacht werden.
Digitalkostenfreiheit
Geräte für den Unterricht sollten kostenlos sein
Ein weiteres wichtiges Problem, das ich gemeinsam mit meinen Mitschülern sehe, ist die Notwendigkeit, teure elektronische Geräte für den Unterricht anzuschaffen. Für viele Familien stellt das eine erhebliche finanzielle Belastung dar.
Deshalb wäre es aus meiner Sicht richtig:
- einen Austausch- bzw. Leihfonds einzurichten, bei dem bestimmte Geräte kostenlos oder zu einer geringen Gebühr ausgeliehen werden können – ähnlich wie Bücher in einer Bibliothek. So hätten alle Schüler die gleichen Voraussetzungen für den Unterricht.
- die technischen Systemanforderungen an allen Schulen in Braunschweig zu vereinheitlichen. Dadurch würde vermieden, dass ein Schüler bei einem Schulwechsel gezwungen ist, ein neues Gerät zu kaufen, nur weil andere Programme oder andere technische Standards verlangt werden.
Zugänglicher Sport
Subventionen für sportliche Aktivitäten für Schülerinnen und Schüler in Braunschweig
Aus eigener Erfahrung habe ich erlebt, dass es schwierig sein kann, bestimmte Sportarten – zum Beispiel Schwimmen – regelmäßig auszuüben. Oft ist man gezwungen, einem Verein beizutreten. In vielen Vereinen gibt es jedoch keine freien Plätze, und man muss sich auf eine Warteliste setzen lassen und lange warten.
Gleichzeitig bleibt der Preis nur dann relativ niedrig, wenn man Mitglied in einem solchen Verein ist. Sportangebote in modernen Fitnessstudios oder in privaten Kursen sind ohne die Unterstützung eines Vereins deutlich teurer. Und selbst wenn es Ermäßigungen für Schüler gibt, fallen diese in der Praxis oft gering aus.
Ein positives Beispiel zeigt, dass Veränderungen möglich sind: Durch die Initiative des Jugendparlaments wurde der Preis für das Schülerticket im öffentlichen Nahverkehr gesenkt. Ich bin der Meinung, dass ähnliche Subventionen aus dem städtischen Haushalt auch für sportliche Aktivitäten erreicht werden könnten – zum Beispiel für die Nutzung von Fitnessstudios oder anderen Sporteinrichtungen in Braunschweig.
Förderung von Integration
Mehr Unterstützung für Jugendliche, die Deutsch lernen -- das ist wichtig für erfolgreiches Lernen und Integration.
Informationsunterstützung für Familien, die kürzlich angekommen sind -- viele Familien wissen einfach nicht über die Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche Bescheid.
Mehr gemeinsame Aktivitäten für Jugendliche verschiedener Kulturen -- damit die Integration leichter fällt, Freundschaften entstehen und man sich als Teil der Gesellschaft fühlt.